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J.R.R. Tolkien: Wie er seinen katholischen Glauben lebendig hielt

J.R.R. Tolkien, der berühmte britische Schriftsteller und Schöpfer von „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“, war nicht nur ein Meister der Fantasy-Literatur, sondern auch ein tief gläubiger Katholik. Sein katholischer Glaube prägte nicht nur sein persönliches Leben, sondern auch seine Werke, in denen Themen wie Gut gegen Böse, Sünde und Erlösung zentrale Rollen spielen. Tolkien sah seine Schriften als eine Art „Sekundärwelt“, die die tiefen Wahrheiten des christlichen Glaubens widerspiegeln sollten, ohne direkt religiös zu sein. Der Einfluss seines Glaubens zeigt sich insbesondere in der Darstellung von Opfer, Hoffnung und dem Streben nach dem Guten, die viele seiner Charaktere und Geschichten durchziehen. Trotz seines weltlichen Ruhms und der Popularität seiner Werke blieb Tolkien zeitlebens ein bescheidener und überzeugter Katholik, dessen Glaube oft als das Fundament seiner kreativen Schaffenskraft betrachtet wird.

Im folgenden Zitat, aus einem Brief an seinen Sohn Michael, verrät Tolkien wie er seinen katholischen Glauben immer lebendig gehalten hat:

„Das einzige Heilmittel gegen die Erschlaffung des schwachen Glaubens ist die Kommunion. Obwohl das Allerheiligste Sakrament immer vollkommen, vollständig und unantastbar ist, wirkt es nicht vollständig und ein für alle Mal in jedem von uns. Wie der Akt des Glaubens muss es beständig sein und durch Übung wachsen. Die Häufigkeit ist von höchster Wirkung. Siebenmal in der Woche ist nahrhafter als siebenmal in Abständen.
Auch das folgende kann ich als Übung empfehlen (leider findet man nur allzu leicht Gelegenheit dazu): Mache deine Kommunion unter Umständen, die deinen Geschmack widersprechen. Wähle einen schniefenden oder plappernden Priester oder einen stolzen und vulgären Mönch; und eine Kirche, die voll ist mit der üblichen bürgerlichen Menge, schlecht erzogenen Kindern – von denen, die schreien, bis hin zu den Produkten der katholischen Schulen, die sich zurücklehnen und gähnen, sobald der Tabernakel geöffnet wird. Gehe mit ihnen zur Kommunion (und bete für sie). Es wird genauso (oder sogar besser) sein als eine Messe, die von einem sichtbar heiligen Mann wunderschön zelebriert und von ein paar frommen und anständigen Menschen geteilt wird. (Es könnte nicht schlimmer sein als das Durcheinander bei der Speisung der Fünftausend – nach der [unser] Herr die kommende Speisung angekündigt hat.)“

Brief Nr. 250 an seinen Sohn, Michael Tolkien

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